Mensch werden - mensch-sein.de

Evolution des Humanen - Globalisieren des Friedens - Welt im Gleichgewicht - Kreative Beschreibung des Seins

PRO VITA ET FUTURA MUNDI

 

Was einmal gelernt und für richtig und wahr gehalten wurde, kann sich durch weitere Erfahrungen wieder ändern. Wandlung ist die einzige Chance des Lebens, aus einem alten Zustand in ein neues umfassenderes Dasein aufzubrechen. Überall dort, wo gesellschaftliche Gesetze, Ideologien oder Systeme sich lebenswichtiger Veränderung und Wandlung widersetzen, müssen wir lernen, solche Gesetze und Strukturen zu hinterfragen, mit ihnen zu brechen und sie zu überwinden. Wenn wir überleben wollen, müssen wir lernen zu träumen, und lebenswirkliche Konzepte in Worte zu fassen. Vor allem müssen wir Achtung vor dem Allgemeinwohl über alles andere stellen.

Universaler Zusammenhalt,
eine Resonanzerscheinung

BEGRIFFLICHE BAUSTEINE FÜR EINE ALLGEMEINE THEORIE VON LEBEN, EVOLUTION UND UNIVERSUM

EINE KREATIVE BESCHREIBUNG DES SEINS

- FÜR MENSCHLICHKEIT

Wolfgang Fischer

 

"Den Lehren der wissenschaftlichen Methode entgegen scheint es, dass die meisten Wissenschaftler nicht nach Verstehen trachten. Stattdessen beziehen sie ihre persönliche Befriedigung aus dem Erinnern und Befolgen von Gesetzen, was der Praxis der Religion ähnelt. Die meisten Wissenschaftler werden dies ableugnen."

(Milo Wolff in: Schrödinger's Universe, Einstein, Waves & the Origin of the Natural Laws, Technotran Press, 2008)

 

Inhalt

Zusammenfassung

Vorwort

Der ewig und immer wiederkehrende UR-SPRUNG

Vorstellungen von Gott im Vergleich zu den Herausforderungen der lebendigen Wirklichkeit des Augenblicks

Weitere Einzelheiten einer noch ungewohnten, offenen Auffassung der Beziehungen zwischen den makro- und mikrokosmischen Bereichen, zwischen Ursprung und Gestaltung

Grundlegende Erfordernisse für den Wechsel

Gewinn an Durchsetzungsvermögen, Tiefgang und Verbündeten durch Ausgleich

Abschließende Erklärung

Epilog / Literatur

( englische Version | spanische Version )  

Gott, welcher Gott - oder keiner?
Pantheismus - Monotheismus - Atheismus?
S E I N - ohne ideologische Begrenzungen
G l o b a l e • V e r a n t w o r t u n g - Eine sichere Formel fürs Überleben

 

Zusammenfassung: Die meisten der heutigen Gefahren - Terrorismus / Krieg / Armut / Hunger / Umweltzerstörung - , um nur einige zu nennen, wurzeln in Lüge / Einseitigkeit / Vorurteil / Scheinheiligkeit / Doppelmoral. Diese Eigenschaften politischer Korrektheit sind die "strukturelle Korruption", die die vorgenannten Gefahren magisch als scheinbar unüberwindbar und sogar natürlich aussehen lässt. Vor lauter Verwirrung kann sich Menschlichkeit nur mangelhaft entwickeln. Weder Religionen noch Kommunismus, Atheismus oder einer anderen Ideologie ist es bislang gelungen, den Menschen friedfertig und "sicher" werden zu lassen. Doch sind Friedfertigkeit und menschliche Sicherheit durchaus keine Utopien - sie sind reale Voraussetzungen für das Überleben der Menschheit. Es ist lebenswichtig, das Sein wahrhaft anzuerkennen und gleichzeitig für Neues empfänglich zu bleiben. Das bedeutet, tatsächliche Wirklichkeiten anzuerkennen, während gleichzeitig eine flexible Empfänglichkeit / Offenheit gegenüber verschiedensten innewohnenden Anlagen / Möglichkeiten / Fähigkeiten erhalten bleibt.

Eine noch zu wenig allgemein anerkannte Wirklichkeit ist die Tatsache, dass es praktisch keinen wesentlichen Unterschied zwischen Atheisten, Moslems, Hindus, Christen, Juden oder Menschen anderer Religionen und Herkunft gibt. Im Wesentlichen sind noch zu viele Menschen gleich unzuverlässig / unecht. Denn es ist noch nicht zur sozio-politischen Wirklichkeit geworden, dass jeder einzelne Mensch, egal woher, ehrlich, gemeinschaftlich, hoch ethisch, menschlich, liebenswürdig und rücksichtsvoll ist und für Mitmenschen und Umwelt gleichsam sorgt. Leider ist dem noch nicht so - obwohl die innewohnenden Anlagen / Fähigkeiten hierzu sehr wohl gegeben sind. Da es keine zwingende Bestimmung, keine Automatisierung zum Friedfertigen gibt, ist es Aufgabe / Pflicht eines jeden einzelnen Menschen und sicherlich genauso der gemeinschaftlichen Sozialkörper - der kulturellen und politischen Bereiche der Welt -, solcherart gestaltende Bedingungen / Wirklichkeiten zu schaffen, die gerade die Entwicklung von genau diesen wahrhaft menschlichen Eigenschaften fördern. Die Aufgabe der Menschheit ist es von daher, soziale Bedingungen zu schaffen, die es dem einzelnen Menschen erlauben, hin zu der innewohnenden Selbstbestimmmung zu reifen, die allen Mitgliedern der universalen Familie des Lebens zu eigen ist.

Leben kennt kein "auserwähltes Volk". Es gibt keine auserwählten Völker. Die Vorstellung von einem auserwählten Volk ist eine Illusion von Überlegenheit. Es sind die Menschen selbst, die eine Auswahl treffen. Es sind Menschen, die auswählen und die durch ihre Entscheidungen gemeinschaftlich ihre Lebenswirklichkeit schaffen. Fremdbestimmungen jeder Art und Weise sind es gerade, die Menschen in Gefolgschaft und Gefangenschaft treiben, die aus Menschen blosse Arbeits- und Konsumwesen schaffen, Tötungsmaschinen schließlich als direkte Folge von ungesunden / dysfunktionellen Wirklichkeiten, die durch die bereits erwähnte und politisch getragene "strukturelle Korruption" aufrecht erhalten werden. Dies ist der Kardinalfehler, der den vorherrschenden Systemen anhaftet und der heute das globale Überleben bedroht.

Eine genaue Betrachtung der Zusammenhänge von Kosmos, Welt und Psyche gewährt Einsichten, vermittelt umfassendes Verständnis der Verbundenheit allen Seins und weist Mittel und Wege nach, um Elend und Schicksalhaftigkeit zu heilen und zu überwinden.

 

VORWORT

Augenscheinlich gibt es in den Köpfen der Menschen eine große Vielfalt an religiösen, kulturellen, ideologischen Erklärungen. Geschichte ist der Ausdruck ganz unterschiedlicher Auswirkungen solcher Erklärungen auf Umwelt und tagtägliches Dasein. Zwei grundsätzliche Richtungen lassen sich ausmachen: "ich" Denken / Wettbewerb / Konflikt mit Gewinnern und Verlierern, mit fortgesetzter und aufreibender Gewalt und Enttäuschung einerseits und ein "wir" Bewusstsein / Miteinander / gemeinsames Schaffen und Fröhlichsein auf der anderen Seite, gefolgt von allseitigem Gewinn, Befriedigung von Bedürfnissen, Solidarität und Frieden.

Widersprüche innerhalb bestimmter Erklärungen mitsamt dem Wachstum an technischen Möglichkeiten, das wir erreicht haben, bedrohen das globale Überleben.

Von daher wartet eine in sich schlüssige und mit den ewigen Naturgesetzen übereinstimmende Darstellung darauf, von der Menschheit aufgegriffen zu werden. Im Sinne des Allgemeinwohls einer globalen Kommunion des Lebens wartet menschliches Zusammenwirken darauf, aus den Verliesen der alten Weltbilder des Gegeneinander befreit zu werden.

Angesichts der allgegenwärtigen himmelschreienden Verhältnisse und Entwicklungen scheinen entscheidend begeisternde und ansteckende Ideen, Impulse und Aktionen noch immer zu fehlen oder in noch ungenügend großem Umfang umgesetzt zu sein, um eine Veränderung dieser Zustände bewirken zu können.

Zumindest ist offensichtlich, dass die Anstösse zu Veränderung in Richtung auf ein umfassendes einheitliches Verständnis des Daseins noch nicht wirkungsvoll genug sind, um ganz allgemein die Neigung zu Spaltung / Trennung / Teilung und deren krankmachende Wirkungen zu überwinden.

In diesem Sinne wird hier versucht, Aspekte eines lebensförderlichen Weltbilds aufzuzeigen, um das Entstehen zusammenführender Auffassungen zu fördern, die schließlich aufgrund ihrer zunehmenden Übereinstimmung mit zugrunde liegenden gestaltenden Wirklichkeiten - letztendlich aufgrund ihrer Echtheit - von immer mehr Menschen übernommen werden können. Es geht um Ermutigen. Es geht um Begeistern. Es geht um den Glauben an sich selbst, um Selbstvertrauen und um Vertrauen in die eigene Erfahrung und eben nicht um Abhängigkeit von beliebigen Vorgaben der Ideenlehren. Es geht um Selbsterkenntnis, um Selbstverständnis und um Eigenförderung. Es geht darum, Menschen gerade von parasitären / schädlichen Ideen, Menschen und Umständen unabhängig werden zu lassen. Es geht um das Entdecken der Selbstständigkeit / Autonomie, des angeborenen Rechts auf Lebensfreude in Gemeinschaft mit der Menschheitsfamilie und allen anderen Verwandten in der Natur.

 

Wesentliche Veränderungen vollziehen sich immer erst dann, wenn von der gesellschaftlichen Basis her wirklich viele Menschen vom Glauben an Fremdbestimmung abfallen und sich zur kraftvollen Massenbewegung organisieren, die anziehend / einfühlsam / lebhaft das Gewissen und das Beste in den Anderen anspricht, während sie vor allem moralische / ethische Rechtmässigkeit gegenüber den Machthabern zur Geltung bringt.

 

OM ----- DU und das UNIVERSUM in HARMONIE

 

Der ewig und immer wiederkehrende UR-SPRUNG

 

Das Universum scheint sich auszudehnen
Von wo nach wohin?
Können wir das wirklich verstehen?
Ist es wichtig, das zu verstehen?
Wäre es von Vorteil, das zu wissen?

 

Wichtig ist es, zugrunde liegende Naturgesetze zu verstehen, um in Zusammenhalt und Einklang mit den gestaltenden Kräften des Universums entsprechend zu leben.

Entscheidend ist es, gemäß originären Entwürfen des Lebens zu leben. Sicher ist es, gemäß einer menschlichen Religion / Auffassung zu leben, die nachweislich das Leben feiert. Gesund ist es, gemäß ursprünglichen / echten Ideen zu leben. Dabei zeugt es von Weisheit, wenn ein Abweichen vom Schöpferischen vermieden wird, ein Entgleisen hin zu Verwirrung / Wahn, Gefangennahme und Aufsplitterung durch zweitrangige Möglichkeiten oder Versuchungen

Mit der Annäherung an dieses sehr schwierige, entscheidend wichtige Thema möchte ich nicht über unterschiedliche spirituelle Zusammenhänge oder religiöse Überlieferungen urteilen. Ich möchte aber den Geist dahingehend befreien, selbst darüber zu entscheiden, zu welchem Dasein er sich hingezogen fühlt oder welche Eigenschaften er widerspiegeln, ausstrahlen, verkörpern will.

Verantwortliche und fein ausgewogene Handlungen, die ursprüngliche Zielsetzungen wie Gleichwertigkeit / Vertrauen / Solidarität / Gemeinsinn / Fruchtbarkeit / Nachhaltigkeit / Zukunft unterstützen, sind abhängig von der allgemeinen Zugänglichkeit zu einem immer umfassender werdenden Verständnis des Daseins.

Menschliche Eigenschaften müssen gefördert werden, wo unreife Ängste / Befürchtungen sie beschränken. Menschliche Möglichkeiten müssen dort befreit werden, wo sie in den Kerkern vorgesetzter Ideenlehren und Glaubenssätze verkommen. Andererseits müssen überschießende Handlungsweisen und Süchte, wie sie von überheblichen Wünschen ausgehen, besänftigt und ausgeglichen werden, um die jeweilige Umgebung zu schützen.

Wir haben die Wahl.

Zu jeder Zeit. Wir können uns entscheiden und wir können jede Entscheidung jederzeit wieder rückgängig machen. So lange wir leben, können wir neu beginnen, uns neu orientieren, neu denken - immer und immer wieder. Wir können Fehler machen, und wir können lernen und an Bewusstheit und Verständnis wachsen.

Ganz unabhängig von einer traditionell gefärbten Herkunft möchte ich dazu einladen, Ursachen und Wirkungen abzuwägen, und dann selbstständig über Selbstsein und Zielsetzungen zu entscheiden.

 

Vorstellungen von Gott im Vergleich zu den Herausforderungen der lebendigen Wirklichkeit des Augenblicks

In Bezug auf das, was über Gott gedacht wird und was oder wer Gott sei, sind im Wesentlichen zwei unterschiedliche Denkansätze möglich.

Bestimmte Gottesbilder sind von einer breiten Vielfalt an Übertragungen geprägt, die Menschen Gott überstülpen, ihre Ängste und Wünsche. Die sich daraus ableitenden Gottesvorstellungen und auch die Vorstellungen zu entsprechenden Gegenkräften werden bezeichnenderweise gerne für all das veranwortlich gemacht, mit dem noch nicht umgegangen werden kann oder auch für das, was ganz absichtlich aufgrund zweitrangiger Gründe verleugnet wird, wie beispielsweise Suchten oder Überheblichkeit, Überlegenheits-Wahn / Rassismus. Die Folgen solcher Denkansätze sind Dasein und Umwelt, eingebettet in ein Netzwerk vielfältigster und sich widersprechender Wirklichkeiten, allesamt auf schiefen Bahnen den Abgründen von Elend und Barbarei entgegen - die Geschichte der gewaltbereiten Zivilisationen.

 

Das Abschmelzen der Polkappen und die meisten der gegenwärtigen Katastrophen, auch der Abbau einst schwer erkämpfter erfolgreicher sozialer Netzwerke
- das alles geschieht aus demselben Grund:

Absterben von Menschlichkeit wurzelt in einer fatalen gesellschaftlichen Fehlorientierung.

 

Zum Überleben der Menschheit ist ein authentischer / reifer Denkansatz möglich - und notwendig!

Allein praktische Erfahrung der materiellen wie geistigen Wirklichkeit lehrt eine stimmige Anschauung / Theorie

Selbstverständlich zielt eine solche Herangehensweise darauf ab, Sein und Umwelt in einem wachsenden und weit verzweigten Netzwerk sich allseitig unterstützender und widerhallender Wirklichkeiten zu erhalten und zu schützen. Resonanzgebende Wirklichkeiten sind Zielsetzungen, Verhältnisse, Bedingungen, Verhaltensweisen und Beziehungen, die allesamt in fortwährender Geschichte und Entwicklung miteinander verbunden sind. Die Evolution besteht aus der fortlaufenden Stammesgeschichte - einem materiellen und körperlichen Bereich, der ganz einfach erfahren und beobachtet werden kann - sowie aus einem sich ewig entwickelnden Bewusstsein - dem geistigen Bereich, dem Bereich von Information, Ausstrahlung und Schwingung, einem Bereich, der etwas schwieriger zu verstehen ist. Die Quantenphysik hat erst kürzlich das anerkannt, was Einfühlingsvermögen / Intuition schon immer wussten. Beide Bereiche sind voneinander abhängig und nehmen gegenseitig Einfluss aufeinander. Beide Bereiche entstammen einer unvorstellbaren Gestaltungskraft und Quelle, die als Ursprung und elementare Ordnungs- und Regelkraft im Universum angenommen werden kann. Das Anerkennen dieses Ursprungs zieht ein Befolgen von Gesetzen und Regeln nach sich, die offenbar aus dieser unvergleichlichen Quelle allen Seins stammen.

Resonanz und Stimmigkeit in Bezug auf diese Gesetzmäßigkeiten haben funktionale, ästhetische und auch ethische Gesichtspunkte. Funktionale Gesichtspunkte sind beispielsweise körperliche Strukturen wie Knochen oder Nervensystem und/oder Gedanken wie Weltbilder, Religionen, Kosmovisionen, Menschenbilder usw. Ästhetische Seiten von Resonanz und Stimmigkeit sind beispielsweise Schönheit und Vielfalt im Kosmos und des Lebens, die Gesänge der Vögel und der Wale, Harmonie in Musik, Tanz und Farben und in allerlei anderen Zusammenhängen. Ethische Aspekte von Widerhall und Stimmigkeit sollen allumfassend Sinn gewähren. Sie dienen dazu, ursprüngliche Beziehungen und Zielsetzungen zu bewahren. Sie sollen im Sinne einer allumfassenden Unversehrtheit eine gesunde und fruchtbare Gestaltung der Kommunion / Gemeinschaft des Lebens zum Wohle und zur Freude globalen wie kosmischen Seins gewährleisten.

Die Ontogenese, die Entwicklung des einzelnen Menschen, wiederholt, ausgehend von den ersten Anfängen des Lebens, die gesamte Stammesgeschichte der Evolution und sorgt auf diese Weise für eine allgemeine Verträglichkeit und Vereinbarkeit des Lebens. Daran anlehnend wiederholt der Individuationsprozeß, der Prozeß der Entwicklung der Persönlichkeit, der Wachstumsprozeß an Wissen, Geisteshaltung und Bewusstheit, den geschichtlichen Prozeß gesellschaftlicher Entwicklung. Um fortlaufende Rück-Verbindlichkeit (lat. re-ligere, Religion) im Sinne urspünglicher Vereinbarkeit und Verträglichkeit des sinnstiftenden Zusammenhangs von universaler Gesundheit, Unversehrtheit und Dauerhaftigkeit zu gewährleisten, versucht der Individuationsprozeß natürlicherweise, sich von jeglicher entkoppelten oder entgleisten sozialen Entwicklung zu befreien.

Da Fortschritt definitionsgemäß auf einer Entwicklung über eine gegebene unbefriedigende Situation, Daseinszustand usw. hinaus beruht, ist leicht einzusehen, dass es zunächst einmal der einzelne Mensch sein muss, der sich über überlieferte Rahmenbedingungen / Auffassungen / Verständnis hinaus entwickeln muss, um gesellschaftlichen Fortschritt in Richtung auf ein umfassend befriedigendes Dasein zu erreichen. Fortschritt beruht auf Beweglichkeit, auf Entwicklung darüber hinaus, auf Wechsel - so auch der gesellschaftliche Fortschritt.

Im Falle der Erstarrung von überlieferten Rahmenbedingungen in Kultur oder Religion wird das Leben mit solchen Bedingungen brechen und entsprechende Auffassungen, Strukturen verändern. Falls solcherart Rahmenbedingungen von bestimmten Ideologien höher eingeschätzt werden als das Leben, dann bedrohen die betreffenden politischen, wirtschaftlichen, religiösen Auffassungen mit ihren Abwehr- und Verteidigungssystemen das Leben. Folglich gerät das Leben auf die schiefe Bahn in Richtung Auslöschung.

Falls seitens Kultur, Religion, politischer Auffassung und Weltbild Zukunftsfähigkeit gewünscht ist, müssen Alternativen möglich sein - Raum und Aussichten, damit auch für zukünftige Generationen über gegebene Bedingungen, Blickweisen, Gedanken und Zielsetzungen hinaus wachsen können. Überlieferte Rahmenbedingungen müssen immer infrage gestellt und verändert werden, falls dies notwendig wird. Jegliche störende Entwicklung muss wieder "rück-gebaut" werden. Elterngenerationen sind die Gegenwart, die eine fruchtbare Umwelt in Vorbereitung der Zukunft darstellen und gewährleisten müssen. Kinder sind die Zukunft. Sie müssen ihrerseits ihre Gegenwart ganz genauso gestalten. Auf diese Art wächst Nachkommenschaft auf dem Boden vorhergehender Generationen. Diesem Prinzip folgend, strukturiert sich die RNS/DNS zusammenhängend, verträglich und vereinbar über alle Lebensformen hinweg. Umweltverträgliche eingeborene Bevölkerungen und Kulturen wussten dies schon immer.

DNS ist gemäß kosmischer Verbundenheit ein Produkt der Evolution, ein in sich stimmiges, sich seit Ur-Zeiten selbst organisierendes System, das dem authentischen Leben eine Evolution ermöglicht, die in sich zusammenhängt. Durch die Technologie der Gen-Manipulation vollzieht sich eine genetische Entfremdung. Vereint mit und zusätzlich zu der geistigen Entfremdung, die wir seit langem schon in bestimmten gesellschaftlichen Organisationsformen erfahren, und die gegenwärtig in der drohenden Ausrottung höher entwickelter Lebensformen gipfelt, versuchen einige Menschen sogar, die Lebensgrundlagen um des Profits willen zu zerstören. Menschen haben die Macht und die Fähigkeit, vieles zu tun - doch haben wir ebenfalls die Wahl, uns für das Eine oder das Andere zu entscheiden. Wir haben Verantwortung - ob wir uns dessen bewußt sind oder auch nicht. Verantwortung bedeutet, dass jene Entscheidungen Folgen haben, ausnahmslos. "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen", (christliche Überlieferung).

 


Ewige Weisheit - Mäander - Aufbau der DNS - Leben - Erde - Kosmos

 

Elterngenerationen sollten sich ihre angeborene Offenheit, Beweglichkeit und Gestaltungskraft immer bewahren. Wie Kinder sollten sie offenherzig und lebendig bleiben, gleichzeit aber an Wissen und Verständnis reifen. Gesellschaftliche Institution und politische Struktur, wirtschaftliche Zielsetzung und geistiger Brennpunkt müssen Gesetze, Regelwerke und Unversehrtheit reflektieren und respektieren, auch wenn deren Ursprung / Ursache unsichtbar bleibt. Das Leben muss mit den Bedingungen der eigenen Herkunft übereinstimmen, auch wenn diese offensichtlich jenseits aller Vorstellung und Gedankenlehren liegt. Von daher lehren die augenblickliche und authentische Wirklichkeit und ihre lebenswichtigen Bedürfnisse besser als jegliche starre, dogmatische Vorschrift. Leben muss sich fortlaufend beweglich und verantwortlich zeigen. Der Schlüssel zu dauerhaftem und friedvollem Dasein und zu einer wirklich sicheren Zukunft liegt vor allem in einer allgemeinen Verantwortlichkeit gegenüber allem und jedem. Von daher sind Diskussionen zum Thema "Gott" überflüssig.

Dennoch schätzen wir Wunder. Du glaubst nicht an Wunder? Willst Realist sein? Du würdest nie glauben, dass 80 Elefanten im Wind wie Wolken am Himmel treiben können? Nun, Du kannst sicher sein, dass jede Durchschnitts-Schön-Wetter-Wolke, die ganz majestetisch am blauen Sommerhimmel segelt, eine Ladung an Wassertropfen enthält, die dem Gewicht von 80 Elefanten entspricht. Natur ist einfach wunderbar!

 

Weitere Einzelheiten einer noch ungewohnten, offenen Auffassung der Beziehungen zwischen den makro- und mikrokosmischen Bereichen, zwischen Ursprung und Gestaltung

Leben entsteht als Folge mitschwingender / stimmiger Antworten / Reaktionen von Materie auf verursachende Impulse einer ordnenden und gestaltend pulsierenden Kraft, die als LICHT bekannt ist.

Sonnenenergie produziert auf einem Quadratmeter Blattfläche jede Stunde ein Gramm Zucker.
Bezogen auf die gesammte Pflanzenwelt produziert die Energie der Sonne jedes Jahr 100 Milliarden Tonnen von Kohlenstoff.
Das entspricht dem 100-fachen der Weltköhleförderung.

Licht ist Energie. Licht ist Ordnungskraft. Licht ist Information. Seit Ur-Zeiten trifft Licht aus allen möglichen Quellen des Universums auf die Erde. Dieses Licht stammt aus Entfernungen, die Lichtjahre weit weg sind. Von daher treffen die Lichtstrahlen nahezu parallel auf die Erdoberfläche. Physikalisch betrachtet, besteht paralleles Licht aus Energie in Sinuswellen, die sich auf den drei-dimensionalen Raum bezogen in einer spiralförmigen Bewegung fortpflanzen, ähnlich wie strudelndes Wasser in einem Schlauch. Licht trifft demnach vergleichbar mit Bündeln von parallel laufenden Wasserschläuchen auf die Stirnfläche der Erde. Wissenschaftlich gesprochen, besteht Licht aus elektromagnetischen Wellen. Es kann auch als Teilchen / Korpuskel erscheinen, als Photon. Photonen können als Resonanzerscheinungen betrachtet werden, die an den Knotenstellen der zwei dimensionalen Sinuswellen und der drei-dimensionalen Spiralen auftreten können. Energiewellen können durch Resonanz zu Materieteilchen transformieren. Die Bewegung solcher Teilchen kann man sich als Zentralstrahl wie auf einer gedachten Linie im Zentrum des zylindrischen Raums eines Schlauchs vorstellen.

 

Zentralstrahl - Resonanzerscheinung vielfacher Schwingungen

 

Der Planet Erde wird nicht nur vom Licht unserer Sonne mit seiner Spiegelung durch den Mond angeschaut, sondern auch von Licht und Ausstrahlungen aus anderen kosmischen Quellen. Die Bewegung der galaktischen Systeme mitsamt ihren Sonnen und Sternen haben durch Eigenstrahlung wie auch durch gegenseitig bedingte Spiegelungen Einfluss auf die Schwingungen, die die Erde treffen. Der Rhythmus von Tag und Nacht, die Umlaufbahn des Mondes, der Jahreslauf der Erde um die Sonne, der 26.000 Jahre dauernde Umlauf des Platonischen Jahres wie auch andere universale Zyklen formen eine ursprüngliche kosmische Information, die seit Ur-zeiten versucht, mit der Erde stimmig und mitschwingend zu verkehren. Die Wechselkräfte von Sonne und Monde gestalten den Lebensrhythmus. Der makrokosmische Anteil dieser Vorstellung ist leicht nachvollziehbar. Wechselnde Phasen von Tageslicht-Aktivität und nächtlicher Erholung sind eine ganz allgemeine Erfahrung. Wechsel ist notwendig, um wieder Kraft zu sammeln, um Erfahrungen abzuwägen und zu ordnen, die zuvor gesammelt wurden. Vom Mond ist bekannt, dass er die Rhythmen der Fruchtbarkeit steuert, die Wiederherstellung und Fortpflanzung ermöglichen. Die wechselnden und starken Kräfte von Sonne und Mond, vereint mit anderen galaktischen Rhythmen treten wie ein "kosmischer Bio-Generator" auf, als Quelle des Lebens.

 

a

Lebendiges Energiefeld - ein- und auswärts gerichtete Wirbel - Einigkeit in Gegensätzlichkeit / Vielfalt im gesamten Universum - Lebenspuls

b

 

Die gestaltende Ur-kraft ermöglicht es Kreisbewegungen, sich in einen vieldimensionalen Raum spiralförmiger Wechselkräfte zu weiten und zu öffnen, hinein in Vielfalt und Verschiedenheit. Anfangs gibt es einfache Kreisbewegungen, zwei-dimensionale Kreisbahnen (rechts in der Zentralstrahlgrafik), die durch die genannten Kräfte in den drei-dimensionalen Lebensraum gezogen werden. Dieser Raum kann als zylindrischer Raum innerhalb eines Schlauchs betrachtet werden. Aufgrund evolutionärer Kräfte bewegt sich der Schlauch innerhalb einer vierten Dimension, die wir als Schlauchtrommel betrachten können. Ähnlich der sorgfältigen Hand eines Gärtners, der einen Wasserschlauch aufrollt, führen Gestaltungskräfte aus einer vorstellbaren fünften Dimension heraus den Schlauch in einen trichterförmigen Raum, wie einen Faden auf der Spindel, wechselnd von innen nach außen (Bild a). Die jeweiligen Umkehrpunkte sind keinesfalls Sackgassen. Ganz im Gegenteil, sie sind immer wiederkehrende Ursprünge (Bild b).

Wir können uns vorstellen, was die Augen des Lebens am Kopf des Zentralstrahls sehen. Sie beobachten die Bewegung einer Endlosschraube immer geradeaus vorwärts, während ein außenstehender Beobachter eine ein- und auswärtsgerichtete Bewegung mit jeweiligen Phasen-sprüngen an den Umkehrpunkten erkennen würde. Solche Sprünge sind lebenswichtig und sie verlangen Beweglichkeit und Fehlerfreundlichkeit vom Leben und seinen sozialen Organisationsformen. Im Falle der Vernachlässigung dieser grundlegenden Organisationsvoraussetzung durch die sozio-politischen Systeme, sind diese unausweichlich früher oder später samt ihren Einrichtungen und Erzeugnissen vom Absterben bedroht. Sie verschwinden von der Erdoberfläche, egal wie mächtig sie zu sein scheinen. Nur ur-sprüngliche Organisations- und Umgangsformen, die den Gesetzen der Tragfähigkeit folgen, haben die Chance auf Fortbestehen, weil sie der Unversehrtheit eines globalen Wohlergehens dienen.

 

- grüne, äußere Spirale, die Lebensgrenze
- gelbe, innere Anfangsspirale, Entwickeln des Lebens
- rote, kantige Linien, Prozess der menschlichen Orientierung und Zielsuche
- gelbe Auswärtsspirale, gemeinsamer Fortlauf von Menschheit und Natur

 

Der Grund für jeweilige Phasensprünge / Orientierungswechsel mag in den Gesetzen der Totalreflektion liegen. Ein Lichtstrahl kann an einer angenommen Grenze total zurückgeworfen werden. In der Astrophysik ist diese angenommene Grenze als "Schwarzschild-Radius" bekannt. Von der Lehre der Optik her wissen wir, dass Licht total reflektiert wird, wenn es unter bestimmten spitzen Winkeln auf ein optisch dünneres Medium trifft. Das gleiche trifft auch für Wellen, Schwingungen und Energie zu. Da das im gesamten Universum / Dasein gilt, scheint das All von unvorstellbarer Leere / Nichts umgeben zu sein.

Geistig bereits sehr beweglich geworden, kann das dünnere Medium als Raum einer fünften Dimension betrachtet werden, die jenseits der vier Dimensionen liegt, in denen sich das Leben abspielt und blüht. Der Raum der fünften Dimension umfasst den vierdimensionalen Garten des Lebens und er ist gleichzeitig seine zentrale Quelle: die Vereinigung in EINS-SEIN / Heil-Sein / Ganzheit. Um unsere Reise durch die Vorstellungswelten zu beschließen, soll daran erinnert sein, dass in Anlehnung an den vier-dimensionalen Lebensraum der Mikrokosmos des genetischen Materials (DNS) in einer ursprünglichen Reihenfolge gestaltet ist, die dann in die zusätzliche Struktur der (Doppel) Schraube geführt ist, die sich wiederum in zu den dritt- und viertrangigen Gestaltungsformen der Chromosomen der Zellkerne aufspulen. In der Folge gestalten Hyper- und Ultrazyklen chemischer und physikalischer spiralförmiger Abläufe auf bestimmten ursprünglichen Schwingungen vielfältigste Resonanzen, die ihren Ausdruck in der sich entwickelnden Evolution finden.

 

Circumnutation des Keimlings,
Leben folgt der Zielsetzung des Lichts

 

Vor 4 Milliarden Jahren, nachdem Wasser, Feuer, Luft / Gas, feste Materie eine ansprechbare Umgebung gebildet hatten, beginnt Materie, auf den Ruf aus dem Universum zu reagieren, ihm zu folgen, ihm zu antworten. Materie beginnt, gemäß der aus dem Universum strahlenden Information und Ordnungskraft zu reagieren.


Dieses System konzentrischer sphärischer stehender Wellen wurde von Milo Wolff entdeckt: Die Wellenstruktur der Materie

Materie beginnt mit dem Annehmen der Lebensordnung. Das höchst Unwahrscheinliche geschieht und gegen die Mächte von Schwerkraft und Entropie entsteht ein immerfort wachsendes Netzwerk zusammenhängender / stimmiger / verträglicher Vielfalt und Verschiedenheit.

 

Anworten der Materie auf versachende Impulse können

1 - die Energie / Information einer anregenden Schwingung beliebig reflektieren (Eros, Yin)

2 - die Energie / Information einer anregenden Schwingung aufnehmen / absorbieren (Chaos, Yang)

3 - in Verbindung treten, stimmig mitschwingen und so den Zusammenhang zwischen Leben und All(em) gestalten (Harmonie von Yin und Yang, TAO)

4 - vervielfältigend die Qualität des Ursprungsimpulses innerhalb einer wachsenden Vielfalt von Möglichkeiten gestalten, Nachkommenschaft erzeugen

5 - sich zu genetisch bestimmten und später zu gedanklich /geistig autonom geführten Organisationsformen / Autopoiese / Selbstgestaltung / Vereinigung in Vielfalt entwickeln

 

Die vorangestellten fünf Möglichkeiten können als Entwicklungsschritte eines Evolutionären Lernprozesses gedeutet werden.

Option 1 verweist auf eine Reaktion nach außen. Die zweite Möglichkeit zeigt eine Reaktion nach innen. Bei der dritten Möglichkeit durchdringt die anregende und pulsierende Schwingung die Materie. Ursprüngliche Ordnungskraft durchstrahlt bestimmte Materie (lat. personare) und bewirkt eine stimmige widerhallende Reaktion / Verhalten / Handlungsweise. Im vierten und fünften Schritt verbringt sich ursprünglicher Geist / Information mitschwingend und unverfälscht in die entstehenden Gedächtnisspeicher der Materie - das Nervensystem und auch das Fortpflanzungssystem - und verbindet auf diese Weise den persönlichen Bereich mit der transpersonalen sozialen Dimension, um allumfassende Gleichheit und Einigkeit innerhalb einer gleichzeitig wachsenden Lebensvielfalt zu begründen.

 

Aufbewahren und wiederholte Rückholbarkeit von Information begründen die Möglichkeit zu lernen, eine der Grunderscheinungen der Evolution.

In der Natur kommen alle fünf Schritte abwechselnd und gleichzeitig vor. Die ersten beiden Stufen sind in der anorganischen Welt der Mineralien und Kristalle weit verbreitet. Die Schritte eins bis drei sind Ausdruck des Beginns von Leben. Die Schritte eins bis fünf ermöglichen das Entstehen und das Organisieren der Pflanzenwelt und des Tierreichs. Da die Menschheit von den Ketten genetisch festgelegter Reaktionsweisen und instinktiv bewährter Verhaltensmuster "befreit" ist, muss sie gemäß der fünften Möglichkeit einen geistigen / gedanklichen / kulturellen Lernprozess mit dem Ziel leisten, auf der Linie der Grundregeln zu bleiben. Im mikrokosmischen Bereich ist Materie ähnlich aufgebaut und organisiert wie im makrokosmischen Bereich. Bei Energie und Information verhält es sich ebenso. Kultur muss dieser Tradition unverfälscht folgen.
 

Innerhalb dieses Lebensplans ermöglicht Lernfähigkeit der Materie, sich organisch zu organisieren. Darüberhinaus ermöglicht sie es dem Lebenstrieb, sich in einer Richtung zu entwickeln, die von stimmigem Wissen und Harmonie allen Lebens mit seinem Ursprung geprägt ist. Die Fähigkeit zu lernen, spannt einen Bogen von Bewusstheit und Verantwortung zwischen Denken und Handeln. Der natürliche Lernprozess sorgt auf sicherem Wege für das Bewahren echter Beziehungen zwischen Ursprung und Ziel.

Das Leben auf der Erde ist aufgrund der ihm eigenen Dynamik und Organisation ein Wunderwerk, dessen unbehinderte Bewegung den Ordnungsgrad auf unserem Planeten zu unser aller Vorteil zu mehren vermag. Durch eine Politik der ökologischen Verträglichkeit und sozialen Gerechtigkeit können auch menschgemachte Systeme im Sinne einer Entropieminderung arbeiten - d.h., um zu erhalten statt zu zerstören. Menschliches Leben muss sich dem Zusammenhalt der Evolution anpassen. Dann dient unsere Arbeit dem Erhalt der Welt des Friedens, eingebettet in die uns immer nährende Natur.

 

Offensichtlich bestimmen sowohl die Erbsubstanz wie auch das kulturelle Erbe die Qualität menschlichen Daseins.

Der russische Arzt Iwan Petrowitsch Pawlow (1849 - 1936) aus St.Petersburg beschrieb Antworten und Reaktionen des individuellen Lebens als Reflexe auf bestimmte Ursachen. Solche Reflexe sind zuallererst durch äußere Ursachen ausgelöst. Sie können sich zu artspezifischen verinnerlichten natürlichen Reaktionen entwickeln, wie wir es aus dem Pflanzen- und Tierreich kennen. Was die Menschheit angeht, können sie zu aufgeklärten Antworten einer friedfertigen Gedankenwelt und einem dankbar großzügigen Leben des Geistes aufblühen.

Ursprüngliche Reflexe sind auch als autogene oder unbedingte Reflexe bekannt. Sie entstammen dem materiellen Gedächtnisspeicher, der Erbsubstanz und des Nervensystems. Sie bewohnen unbewusste Bereiche und stellen sich als Lebenstrieb dar. Über persönliche Bedürfnisse hinaus zielt dieser Trieb letztendlich darauf ab, schöpferische und befriedigende Beziehungen zwischen dem Einzelnen und der Umwelt zu entwickeln. Tatsächliche Erfüllung des Einzelnen ist nur innerhalb eines vollkommen befriedigenden sozialen Zusammenhangs gleichwertiger Beziehungen möglich. Wahrer Lebensfrieden heißt, in schöpferischer und sinnvoller Beziehung mit der Umwelt zu stehen. Wirklich erfüllende Beziehungen mit Natur und Umwelt erfordern neben körperlicher Reife vor allem eine seelische. Während prähistorische Menschen bereits über eine der damaligen Zeit entsprechende körperliche Reife verfügten, befinden sich Menschen seit damals und für immer in einem geistigen und seelischen Reifungsprozess. Dieser Vorgang wiederum nimmt Einfluss auf den körperlichen Aufbau und von daher offenbar auch auf die Erbsubstanz.

Im Grunde genommen geht es bei diesem Vorgang der emotionalen Reifung und Bewusstwerdung darum, Weisheit zu erreichen, um passende Entscheidungen zu fällen, wenn Wahlmöglichkeiten bestehen. Die Reiche der Mineralien, Pflanzen und der Tiere werden von Natur aus durch genetische Vorgaben und/oder durch instinktive Sicherheit innerhalb des schöpferischen Netzwerks bewahrt, das durch gegenseitige Fürsorge aufrecht erhalten wird. Sie haben keine Möglichkeit, den Garten der Natur vorsätzlich zu verlasssen. Die Menschheit schon. Menschen sind frei, sich zu entscheiden. Die Folgen der jeweiligen Entscheidungen erteilen die zu lernenden Lektionen.

 

Für Menschen gibt es "richtig" und "falsch".

Der Erfolg dieses Lernprozesses ist abhängig von einer unverfälschten Erfahrung der Wirklichkeit. Versuch und Irrtum bereiten einen sicheren Weg und Erfolg dadurch, dass ursprüngliche, entweder erfreuliche oder schmerzhafte Lehren erteilt werden. Da freudvolle Lehren normalerweise von allen bevorzugt werden, bewirkt der Lebenstrieb ganz ursprünglich eine Entwicklung, die sich in das gestaltende Grundmuster der Liebe einbettet. Vertrauen und Gemeinsinn sind die führenden Eigenschaften innerhalb dieser Grundsubstanz. Störungen oder gar Unterbrechungen des ursprünglichen Lernprozesses sind einerseits als Folge von eigenständigen Umweltkatastrophen möglich, andererseits auch als Folge Mensch gemachter Gesetze / Tradition / Religion, unpassender Weltsicht. Im vollen Gegensatz zu ihren Versprechungen verursachen die letzteren den Verfall von Kultur und Dasein durch Verbot natürlicherweise notwendiger Erfahrungen und / oder durch willkürliche Tabus. Die urprüngliche Lebenskraft wird blockiert, sie gerät in eine Falle, wird versklavt und bewirkt auf diese Weise das Entstehen zweitrangiger Triebe, die universalen Zusammenhang und Verträglichkeit infrage stellen. Diese Kräfte können darauf abzielen, die ursprünglichen Kräfte der Natur zu manipulieren und gar zu ersetzen. Aufgrund des reaktiven / zweitrangigen / verfälschten Charakters der entsprechenden künstlichen prägenden / Rahmen gebenden Kräfte entstehen Unverträglichkeiten und Widersprüchlichkeiten. Das Empfinden von Freud und Schmerz verliert seine sichere Leitqualität. Stattdessen verbreiten sich Angst und Unsicherheit, Verwirrung und Wahn werden zur alltäglichen Erscheinung, Gewalt entsteht, Geborgenheit und Menschlichkeit verschwinden. Diese zweite Möglichkeit wurde zur Leitlinie / Standard / Maßstab in patriarchalen Gesellschaften, die im Laufe der Geschichte vielfachen Ersatz für die ursprüngliche und selbst-gestaltende echte Wirklichkeit erfunden haben. Monotheismus, auf Krieg & Gewalt aufgebaute Zivilisationen entstanden im gleichen Zug wie die allgemeine Missachtung und Respeklosigkeit gegenüber dem Leben. Leben sollte sich fortan sein Glück unter Schmerzen erkämpfen / erleiden / verdienen. Leben wird von denen, die falsche / unreife Leitlinien aufstellen und durchsetzen, untergeordnet und versklavt. Diese Entwicklung wird von noch zu vielen Menschen fälschlicherweise als Natur-gegeben / unabänderbar / alternativlos gehalten.

 

 

Weltbild: In Vielfalt vereint,
im Grunde zwei verschiedene Aspekte (Yin and Yang),
deren Eigenschaften umgekehrte Verhältnismäßigkeit und gegenseitige Ergänzung sind

 

Der Wechsel von Licht und Dunkelheit, von positiv und negativ ist Bestandteil der Natur und des Universums. Leben ist dieser prägenden Regelhaftigkeit unterworfen. Niemals darf dieser Wechselpuls der Natur als Entschuldigung für entsprechende polarisierende Wirkungen menschlicher Begierden und Verhaltensweisen hergenommen werden. Während Licht und Dunkelheit natürlicherweise Hand in Hand gehen, können wir ein für allemal ganz sicher sein, dass gleiches nur unter krankmachenden Bedingungen auch für Schmerz und Freude gilt. Schmerz ist ein Leitsignal, das uns lehrt, bestimmte Situationen, Bedingungen oder Verhaltensmuster zu vermeiden. Freude hingegen ist das Leitsignal, das uns da unterstützt, wo wir sind, was wir denken und was wir tun.

Falls wir nicht stimmig auf Schmerzen reagieren, wird der Schmerz größer.

Falls wir stimmig und verantwortlich auf Schmerz reagieren, dann wird die Situation auf die eine oder andere Weise bereinigt.

Falls wir unstimmig auf Wohlgefühl reagieren, missbräuchlich damit umgehen, dann schwindet die Freude und der Schmerz teilt seine Lehre aus.

Falls wir stimmig auf Freude reagieren, dann verbreitet sich das Wohlgefühl.

Die Lehre daraus ist, dass Schmerz und Wohlgefühl sich nur unter krankhaften Verhältnissen gegenseitig bedingen und eine "ungesunde Normalität" aufrecht erhalten, die sich zwischen den Extremen von Sadismus (= Genuß am Quälen) und Masochismus (= Genuß, gequält zu werden) erstreckt. Krankmachende Normalitäten sind bestimmte Bedingungen geistiger / sozialer Organisation und / oder kultureller Überlieferung, bei denen die vorherrschende Betrachtungsweise der Wirklichkeit ein generell ausgewogenes gemeinsames / umfassendes = katholisches / universelles Wohlergehen von allem und aller missachtet. Ausschluss, Vorurteil elitäres Bewusstsein, Überlegenheitswahn und Minderwertigkeitskomplexe zerteilen in "gut" und "böse", in "eigenes" und "fremdes". Spaltungen und Widersprüchlichkeiten aller Art blühen auf und erscheinen auf immer untrennbar mit dem Leben verbunden.

Es gibt keine Trennung von Licht und Dunkelheit. Aber, es gibt eine Menge von Spaltungen in der Art und Weise, wie wir die Dinge / die Realität betrachten. Mit dem Balsam der Einigkeit / Ganzheit können wir die Spaltungen in uns und in der Welt überwinden. Realität nähert sich dann dem Gefühl und der Erfahrung der Unversehrtheit, die wir tief aus jedem einzelnen unserer Zellkerne heraus empfinden. Die Weisheit der gesammten Evolution ist in der DNS verkörpert. Von daher wäre es ein weiteres Mensch gemachtes und tödliches Unheil, die Unversehrtheit der DNS zu verletzen. DNS ist von höchstem Ursprung und enthält einen Gesamtplan - die Blaupause für ein Ideal, das im Werden begriffen ist.

Innerhalb der Reiche von Mineralien, Pflanzen und Tieren sorgen innewohnende Gesetzmäßigkeiten weise für Verträglichkeit und gewährleisten ein perfektes Ergebnis, das nicht verbessert werden kann. Ursprüngliches Leben kann nicht verbessert werden, es ist geradezu perfekt. Es ist eine Fallgrube, eine schicksalhafte Illusion der patriarchalen Verfallenheit der Menschheit, anders zu denken.

Gemäß diesem Idealplan und dessen unbekannten Schöpferwesen entstand die Menschheit. Während alles Leben bislang direkt den unentrinnbaren kosmischen Gesetzen folgte, besteht jetzt die revolutionäre Herausforderung darin, das MENSCH dazu befreit ist, selbst zu entscheiden. Mensch ist angehalten, die zugrundeliegende stimmige und unterstützende Verbundenheit zu reflektieren / bedenken und zu lernen, wie zwischen ursprünglichen unterstützenden Wirkungen und den beliebigen Wirkungen zu unterscheiden ist, die durch die Lebensweisen des neuen Evolutionsmitglieds Menschheit hervorgerufen werden. Es bestehen beste und faire Aussichten, zum begnadeten Hüter der Unversehrtheit zu werden - diese Aussichten bestanden immer -, oder aber die Fundamente der eigenen Existenz zu zerstören und damit auch weite Bereiche der Umwelt.

Wir Menschen sind frei, uns der Einigkeit / Ganzheit anzuschließen oder uns anders zu entschließen. Natürlich ist die zweite Möglichkeit in letzter Konsequenz unheilvoll und selbstmörderisch, nabhängig davon wie verlockend die Versuchungen auch sein mögen. Ganzheit erhält wohl und gesund - das Nachgeben auf einseitige Versuchungen führt zu entgegengesetzten Ergebnissen. Einheit und Einigkeit stehen für Vollkommenheit / Heilheit / Heiligkeit und Evolution - alles andere steht für Abgespaltenheit und Schieflage in Richtung auf lebensgefährliche Abgründe.

Die eine unvorstellbare Quelle in der fünften Dimension die Zweiheit nicht einfach zufällig. Gerade auch durch das Aufkommen von Sexualität wurden weitere Möglichkeiten und Verzweigungen möglich. Trotz unendlicher Wahl-Vielfalt besteht immer die faire Chance für Menschen, im ursprünglichen Zusammenhang zu verbleiben oder nach einem angemessenen Lernprozess die Einheit wieder anzunehmen. Jederzeit aber kann sich der Mensch auch wieder anders entscheiden. Egal, ob aufgrund eigener Entscheidung oder schicksalhaft durch andere verursacht, sind dann die jeweiligen Folgen unausweichlich, die wir zuvor wiederholt hier angesprochen haben.

Es gibt keinen doppelten Boden: Wir müssen uns selbst entscheiden - es gibt keinen Automatismus zum Überleben. Keine Macht des Universums nimmt uns die Entscheidung ab. Auch nicht die Einheit. Einigkeit und Ganzheit aber werden endgültig bestätigt und anerkannt, falls die Menschheit sich dazu entscheidet, sich voller Absicht wieder einzugliedern.

 

Ganzheit bleibt Einigsein / Einigkeit/ Integrität

auch wenn die Menschheit versagen sollte

die Menschheit hat die EINE Chance

der EINIGKEIT / Verbundheit zu dienen

falls die Menschheit andere Ziele bevorzugt

sei es absichtlich oder nicht

erntet die Menschheit als Ganzes Schmerz und Leid

solange sie sich nicht anders entscheidet

und schließlich gemeinsam der EINHEIT / Ganzheit / Heilheit / Heiligkeit dient

um die süßen Früchte des Lebens zu ernten

 

Die Gesellschaft der Zukunft wird jegliche Spaltung überwinden ---> hier weiterlesen im Teil II


Mensch werden: mensch-sein.de, Version 14. März 07 - Kritik, Anregungen zu Form und Inhalt, Dialog erwünscht, Übersetzung in andere Sprachen erwünscht, Kontakt: impressum


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